Eine intensive Reise geht zu ende – Auf Wiedersehen Mein Schiff 3

Nach
einem katastrophalen Rückflug, von dem ich mich bis heute noch nicht
richtig erholt habe, bleibt mir ein kleiner Bericht vom letzten Tag
und einem kleinen Fazit. Am Seetag habe ich das erste Mal ein
wirkliches Gefühl von Entspannung empfunden. Wir haben Piräus, eine
mehr oder weniger schöne Stadt, sein lassen und sind den halben Tag,
den wir noch im Hafen lagen, an Bord geblieben.

Eines
kann ich nämlich nicht behaupten. Dass dieser Urlaub erholsam
gewesen ist. Der Wecker klingelte in der Regel zwischen fünf und
halb sieben. Es folgten Tagesausflüge von 10 bis 13 Stunden Dauer.
So ein Seetag verpufft da ganz schnell einmal und den Tag in
Alexandria habe ich mir auch entspannter vorgestellt. Wir waren zwar
nur 3 Stunden unterwegs, die Eindrücke waren aber sehr intensiv.
Danach war ich wieder ziemlich erschöpft. Missen möchte ich nicht
einen Moment dieser Reise. Mit Israel hat sich für mich ein großer
Traum erfüllt. Jerusalem war so unglaublich intensiv, mein Erleben
an der Klagemauer werde ich wohl sehr lange nicht vergessen können.
Und auch die Pyramiden und der Sphinx sind sicher Kindheitsträume,
die wir fast alle gehabt haben oder haben. Ich konnte Sie mir in nur
10 Tagen alle erfüllen.

Aber zurück zu diesem letzten Tag an den ich auch als etwas besonderes zurück denke. Nach dem Aufstehen erst einmal alleine frühstücken, Kim habe ich einmal Ausschlafen gegönnt, das war wie gesagt auf der gesamten Reise für ihn nicht möglich. Dann ab in den noch fast leeren Pool und ein bisschen Nintendo spielen. Kim hat sich derweil zum Frühstück begeben und unsere Lieblingslektorin Nadja hat ihn eingesammelt. So haben wir dann noch eine Weile geschnackt und uns alle drei zum Abendessen verabredet.Weiter geht es mit einem kleinen Mittagsschlaf, dem Ausruhen auf dem Balkon, einfach nichts tun. So geht Entspannungsurlaub!

Dann
einer der Höhepunkte, mein Termin im Spa. Ich bin nach einer zwar
schmerzvollen aber auch wunderbaren Thai-Massage auf der letzten
Kreuzfahrt der Empfehlung gefolgt und habe Thai-Yoga gebucht. Das
sind 90 Minuten auf der Bodenmatte in der eine kleine, zierliche
Asiatin dir zeigt, dass man klein und zierlich nicht unterschätzen
sollte. 90 Minuten dehnen, verdrehen, ziehen, auf mir knien. Es war
einfach wunderbar! Ich habe danach eine Körperhaltung gehabt, es
würde jedem Physiotherapeuten die Tränen des Glücks in die
strahlenden Augen treiben (ich merke, Ägypten schwingt in meiner
Wortwahl noch etwas nach)

Das
Abendessen war dann einfach ein wunderbarer Abend. Wir haben Nadja
vom ersten Vortrag an geliebt! Die Art wie sie sprach, die kleinen
Anekdoten die sie in die „landeskundlichen Vorträge“
eingeflochten hat. Wir haben fast alle Vorträge verfolgt und es hat
uns gefreut, dass sie sich gefreut hat uns immer wieder im Publikum
zu sehen.

Unser
Gästebetreuer am Eingang zum Restaurant war hocherfreut, dass wir
endlich Anschluss gefunden haben und nicht mehr zu zweit zum essen
kommen müssen. Und was für eine Abendbegleitung wir gehabt haben.
Wir haben geredet und geredet. Es gab einfach so viele spannende
Geschichten die wir uns zu erzählen hatten. Wir haben Tränen
gelacht und nebenher auch ein bisschen gegessen. Im Anschluss noch
ein kleiner Drink bevor wir unserer Wege gegangen sind.

Es passiert nicht häufig, dass man Menschen kennenlernt und dann ganz schnell merkt, dass die Chemie einfach stimmt. Wir haben gemeinsam den Abend verbracht und ich hatte das Gefühl als würden wir mit einer alten Freundin zusammen sitzen. Es gibt sogar gemeinsame Bekannte wie wir festgestellt haben. Die Welt ist klein.

Es gab übrigens auch endlich das Käsebuffet. Kim hat mich schon angefangen böse anzusehen nachdem ich dieses seit Monaten angepriesen habe und nie eines aufgebaut wurde. Glück gehabt am letzten Abend auch wenn das Buffet im Vergleich zu dem auf der Mein Schiff 2 ein sehr müder Abklatsch gewesen ist. Immerhin, es wird nicht so viel weggeworfen.

Am
nächsten Morgen sind wir dann um 9:00 Uhr abgestiegen von dem
Schiff, dass in den letzten Tagen unser Zuhause gewesen ist. Es ist
mir noch nicht so sehr ans Herz gewachsen wie die gute alte Mein
Schiff 2 aber es ist zugegeben ein schönes Schiff mit einer tollen
Crew.

Am
Ausgang dann eine letzte Überraschung. Nadja hat unten gewartet um
uns zum Abschied noch einmal zu drücken. Wir werden uns wiedersehen!

  1. Martina

    Lieber Jens, vielen Dank für Deine lebhaften und tollen Berichte. Ich musste an einigen Stellen kräftig schmunzeln und an anderen Stellen konnte ich nur fleissig nicken! Du schreibst mir aus der Seele. Es war eine sehr intensive Reise mit beeindruckenden Erlebnissen. So richtig verarbeiten wird man das alles wahrscheinlich noch lange nicht. Jetzt heisst es erst einmal für uns alle Fotos sortieren und dann … ja dann … in Erinnerung schwelgen.
    Und wer weiss, vielleicht sieht man sich ja mal wieder … denn, das die Welt ein Dorf ist, beweist ja auch die Tatsache, das wir die Kabine neben Euch hatten :-)))
    Liebe Grüße Martina

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